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_Christan von Lilienfeld Christanus Campililiensis

Christan von Lilienfeld oder Christanus Campililiensis:Dieser Zisterzienser dichtete in lateinischer Sprache im 1. Drittel des 14. Jahrhunderts in Stift Lilienfeld, Niederösterreich. Neben einigen Prosawerken (z. B. ein Mariale) verfasste er vor allem metrische und rhythmische Dichtungen, die in fünf Autographen erhalten sind.Metrische Dichtungen: ein Tier- und ein Pflanzenspiegel, eine Ausdeutung der Sonntagsevangelien im Jahreskreis, das typologische Werk "Concordantiae", eine Sammlung von "Versus differentiales" (Verwendung von Homonymen), kleinere metrische Gedichte, zwei Verstraktate und"Zebedides" (ein Epos über den Apostel Jakobus den Älteren; vgl. Santiago de Compostela in Spanien).Rhythmische Werke: Reimoffizien und mehr als 100 Grußgedichte an Gott, Maria und Heilige, sogenannte "Salutationes".Vor allem wegen der Beliebtheit einiger dieser Heiligengedichte sind mehr als 50 Handschriften mit Werken Christans bekannt.Meine kritische Edition der poetischen Werke Christans: Christani Campililiensis opera poetica. Cura et studio Walter Zechmeister. Corpus Christianorum. Continuatio mediaevalis 19A/B. Turnholti 1992.

Rezeption:1. Der ungleich bekanntere Ulrich von Lilienfeld verwendete zahlreiche Verse Christans in seinen reich bebilderten "Concordantiae caritatis".2. Der Kartäuser Konrad von Gaming (von Haimburg) verfasste wie Christan Reimgebete, in sein Andachtsbuch nahm er neben 18 weiteren fremder Autoren auch Christans Schutzengelgedicht "Salve, mi angelice" auf. Von dieser Sammlung gibt es zahlreiche Handschriften.3. Die längste Nachwirkung scheint Christans Mariengedicht "Ave, o puerpera" (Sei gegrüßt, o Kindgebärerin) erfahren zu haben. David Gregor Corner, Abt von Göttweig, gab im 17. Jahrhundert das Gesangbuch "Magnum promptuarium catholicae devotionis" (Große Vorratskammer katholischer Andacht) heraus, das mehrere Auflagen und Drucke sowie 1663 eine Neubearbeitung durch Berthold Paar unter dem Titel "Nucleus catholicae devotionis" (Kern katholischer Andacht) erlebte. Das dort enthaltene Gedicht Christans verwendete Johann Josef Fux, Hofkapellmeister Kaiser Karls VI., für eine Motette, deren Partitur heute in der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird (Werkverzeichnis Köchel 1872, Beilage X, Nr. 172, S. 76). Wie die 34 Aufführungsdaten auf der Vorderseite des Blattes zeigen, wurde diese Motette besonders an Marienfeiertagen aufgeführt (zwischen dem 2. 2. 1717 und dem 19. 11. 1747).